Aus der Krise in die Kraft
Vor kurzem saß ich nach einer Lesung mit einer netten Runde zusammen und plauderte mit einer Filmmacherin, die plötzlich sagte: „Die Filmbranche steckt ja zurzeit in einer Krise.“
Und ich antwortete: „Was steckt momentan nicht in einer Krise?!“ Dann lachten wir, doch unsere Augen blieben müde und traurig.
Die letzten Jahre hatten es wahrhaftig in sich, doch wir sollten nicht vergessen, dass Wandel zum Leben gehört.
Ich nehme euch mit auf eine kleine Reise der Krisen der letzten 100 Jahre (ich habe mich auf drei beschränkt- es gäbe so viele mehr!)
1. Weltwirtschaftskrise / Great Depression (1929–1930er-Jahre)
Die Weltwirtschaftskrise begann nach dem Börsencrash von 1929 in den USA und entwickelte sich zu einer globalen Wirtschafts- und Bankenkrise. Unternehmen gingen bankrott, Banken brachen zusammen und die Arbeitslosigkeit stieg in vielen Ländern dramatisch an. Der internationale Handel brach ein, und die sozialen Folgen der Krise prägten Politik und Gesellschaft über Jahre.
2. Ölkrise (1973–1974)
1973 verhängten arabische OPEC-Staaten als Reaktion auf den Jom-Kippur-Krieg ein Ölembargo gegen mehrere westliche Staaten. Der Ölpreis vervierfachte (!) sich innerhalb kurzer Zeit massiv (Steigerung um 300 Prozent!), wodurch Energie und Transport deutlich teurer wurden – zum Vergleich: die heutigen Teuerungen entsprechen momentan einer Steigerung von etwa 30 Prozent.
Ein Relikt haben wir noch an dieser Zeit:
Die Semesterferien im Februar an den Schulen, die früher „Energieferien“ hießen – doch nicht, um Energie zu tanken, sondern in kalten Zeiten Energiekosten zu sparen.
3. Dotcom-Krise / Platzen der Internetblase (2000–2002)
Ende der 1990er-Jahre floss sehr viel Kapital in junge Internet- und Technologieunternehmen, deren zukünftige Gewinne häufig extrem optimistisch bewertet wurden. Als sich zeigte, dass viele dieser Geschäftsmodelle wirtschaftlich nicht tragfähig waren, platzte die Spekulationsblase ab 2000. Zahlreiche Technologieaktien verloren einen großen Teil ihres Wertes, Unternehmen gingen insolvent und die Investitionen in den Technologiesektor gingen deutlich zurück.
Vielleicht ist der heutige KI-Boom ebenso auf schnellstem Wege zu einer bald geplatzten Blase?
Mein Appell: Lassen wir uns nicht mehr wahnsinnig machen von der Berichterstattung, sondern wieder unser Leben in die Hand nehmen. Folgende Schreibimpulse gebe ich euch mit auf den Weg:
1. Krise als Wendepunkt
Denke an eine Krise oder einen Umbruch in deinem eigenen Leben. Vielleicht war er zunächst schmerzhaft, beängstigend oder unfreiwillig.
❤️ Schreib über den Moment, an dem du gemerkt hast:
So wie bisher geht es nicht mehr. Was hat sich danach verändert – und was ist daraus entstanden?
2. Persönliche Resilienz
❤️ Vervollständige zehnmal den Satz:
„Ich habe schon einmal etwas geschafft, von dem ich dachte, dass ich es nicht schaffen würde …“
Lass dich dabei von kleinen und großen Krisen leiten. Was hat dir damals geholfen?
3. Mein innerer Notfallkoffer
Stell dir vor, du müsstest für eine ungewisse Zeit einen persönlichen Notfallkoffer packen. Keine Gegenstände – sondern Eigenschaften, Menschen, Erinnerungen, Sätze, Fähigkeiten, Erfahrungen und Rituale.
❤️ Was gehört hinein? Und was davon trägst du längst in dir?
Und wenn du dich aktiv aus den Krisen kämpfen und proaktiv deine Zukunft angehen möchtest, könnten meine kommenden Workshops etwas für dich sein:
❤️ Das nächste Kapitel am 3. Oktober 2026 von 13:30 bis 17 Uhr in Graz
❤️ Neuausrichtung – bewusst 2027 gestalten am 28. November von 13:30 bis 17 Uhr in Graz
Mein gesamtes Workshop-Angebot siehst du hier
Wenn die Krise alles verfinstert hat, werden Kinder des Lichts die Sterne anzünden.
Phil Bosmans