Fünf Bücherempfehlungen für euren Lesesommer

Für den bevorstehenden Sommer habe ich ein paar persönliche Lesetipps für euch zusammengestellt:

„Yesteryear“ von Caro Claire Burke

Der Debütroman von Caro Claire Burke ist eine kluge, düstere und zugleich sehr unterhaltsame Bestandsausnahme über Social Media, Rollenbilder und die Sehnsucht nach einer vermeintlich „einfacheren“ Vergangenheit. Im Mittelpunkt steht eine erfolgreiche Tradwife-Influencerin, die plötzlich mit der harten Realität des 19. Jahrhunderts konfrontiert wird. Der Roman verbindet Gesellschaftssatire, Thriller-Elemente und Zeitreise-Motive auf überraschende Weise.

Eine fesselnde Lektüre für alle, die intelligente Unterhaltung mit feministischen und gesellschaftskritischen Fragen mögen. Anne Hathaway wird das Buch übrigens als Produzentin und Hauptdarstellerin verfilmen!

„Botanik des Wahnsinns“ von Leon Engler

Schon beim Titel war klar, dass ich dieses Buch lieben würde. Ich habe selten so etwas Berührendes und Bewegendes gelesen wie Leon Englers Versuch, psychische Erkrankungen und deren Nachwirkungen in einem Familiengeflecht aufzuspüren. Absolut lesenswert!

„Morden in der Menopause -mit dem richtigen Mindset“ von Tine Dreyer

Dieses Buch lachte mich aus der Auslage der Stadtbibliothek an – und erheiterte mich ziemlich! Liv rutscht nämlich aberwitzig und unabsichtlich ins Kriminelle und nimmt Leser:innen gleichzeitig mit auf die emotionale Achterbahnfahrt einer Frau in den Wechseljahren, die krampfhaft versucht, ein positives Mindset anzunehmen 🤣

Perfekte Strandlektüre!

„Der Astronaut“ von Andy Weir

Der Astronaut von Andy Weir ist ein packender Science-Fiction-Roman voller wissenschaftlicher Rätsel, Humor und überraschender Wendungen. Die Geschichte verbindet spannende Weltraumabenteuer mit verständlich erklärten naturwissenschaftlichen Ideen. Besonders faszinierend ist die ungewöhnliche Freundschaft, die im Zentrum der Handlung steht. Ein absoluter Pageturner! Auch großartig verfilmt mit Ryan Gosling – läuft noch im Kino.

„Echtzeitalter“ von Tonio Schachinger

Tonio Schachinger erzählt hier unaufgeregt über die Leiden eines Gymnasiasten, dessen Gaming-Affinität und das Aufkeimen einer ersten Liebe.
Absolut empfehlenswert – vor allem auch aufgrund des Österreichbezugs!

Und am Schluss des Buchs steht etwas sehr Weises über das Ende von Beziehungen:

„Till ist glücklich. Er muss nie wieder in die Schule, nie wieder von Felis Seite weichen. Er weiß nicht, dass es keine Happy Ends gibt. Dass Menschen, die sich lieben, wie Punkte im Universum sind, so klein, dass sie eigentlich keine Fläche haben, so klein, dass man glaubt, sie wären einander nahe, obwohl zwischen ihnen Platz für unendlich viele weitere Punkte ist, zwei Punkte, die sich in Bewegung setzen, zur Linie werden, zu zwei Linien, wenn man hineinzoomt, zwei parallelen Linien, die sich im Verlauf der Zeit als nicht parallel erweisen, auseinanderdriften, mit jeder Veränderung des Winkels oder der Geschwindigkeit, mit jeder fremden Linie, die sie kreuzen, jeder Widrigkeit und jeder Chance.“

Was lest ihr gerade?

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